IMI-Aktuell 2017/742

Afghanistan: Schusswechsel

von: 15. Dezember 2017

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Kaum hatte der Bundestag am Dienstag (12.12.2017) das Mandat der Bundeswehr zur „Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte“ verlängert, gab es bereits einen Schusswechsel zwischen der Bundeswehr und unbekannten Angreifern nördlich von Mazar-e Sharif. Der Vorfall habe sich während einer „Aufklärungsfahrt“ ereignet, wie sie von den deutschen Soldaten „routinemäßig zur Absicherung von Camp Marmal durchgeführt“ würde, ereignet, so das Bundeswehr-Journal. Die deutschen Soldaten, die mit zwei Radpanzern unterwegs waren, hätten das Feuer erwiedert und seien dann „ausgewichen und ins Camp Marmal zurückgekehrt“, so heißt es dort.
Auch die Bild-Zeitung berichtet (online) über den Vorfall und beschreibt aus diesem Anlass die Sicherheitslage folgendermaßen: „Allein im ersten Halbjahr 2017 seien bei Gefechten und Anschlägen 1662 Zivilisten getötet und 3581 weitere verletzt worden. Auch die Uno-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) bestätigt diese Situationsanalyse. Allein in diesem Jahr habe der Krieg gegen die Taliban 350 000 Afghanen in die Flucht getrieben, erklärten die Uno-Experten. Selbst im früher als eher ruhig geltenden Norden des Landes würden mittlerweile 32 Prozent aller Kriegsvertriebenen registriert. Die Bundesregierung teilt diese Lageeinschätzung bislang nicht und lässt straffällige Flüchtlinge weiterhin nach Kabul abschieben – obwohl auch die deutsche Botschaft in Kabul Mitte des Jahres selbst Ziel eines schweren Bomben-Anschlags wurde. 160 Menschen wurden getötet, 450 verletzt.“

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