IMI-Aktuell 2017/739

44.000 verlorene Soldaten?

von: 14. Dezember 2017

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Telepolis berichtet darüber, dass das US-Verteidigungsministerium eingestanden habe, von 44.000 ihm unterstehenden Soldat*innen den Aufenthaltsort nicht mitteilen zu können.
Da sind sicher auch einige dabei, die tatsächlich irgendwie verschwunden sein könnten – immerhin gebe es „etwa 1,3 Millionen Soldaten und einige hunderttausende zivile Angestellte, da kann vielleicht schon die Übersicht verloren gehen“, so Autor Rötzer. Außerdem seien „kleinere ‚Ausbildungs- und Ausrüstungs‘-Teams wie Spezialeinheiten oder Contractors ‚in Afrika, im Nahen Osten und in Zentralasien allgegenwärtig'“. Es ist durchaus davon auszugehen, dass da auch einige sehr geheime Missionen dabei sind, die sich eben nicht in zentralen Verzeichnissen wie dem Fourth Estate Manpower Tracking System (FMTS) des Defense Manpower Data Center finden lassen, davon ist auszugehen.
Außerdem weißt Rötzer noch auf die vielen privaten Militärdienstleister (Contractors) hin, die in der Praxis tatsächlich manchmal nicht klar von Soldaten zu unterscheiden sind: „Im Nahen Osten sind nach einem Pentagon-Bericht vom Januar mehr als 40.000 Contractors beschäftigt. In Afghanistan waren Ende 2016 nach offiziellen Angaben, so ein Bericht des Congressional Research Service, 25.197 Contractors vom Pentagon beschäftigt, während 9.800 Soldaten im Einsatz waren.“

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