IMI-Aktuell 2017/731

Rüstungsausgaben: Doppelmoral?

von: 12. Dezember 2017

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So kann man es als Journalistin es auch machen: Erst einmal die korrekte Tatsache festhalten, dass sich eine Mehrheit der Bevölkerung für einen Ausbau der EU-Verteidigungskooperation aussprechen und dann ignorieren, dass vieles darauf hindeutet, dass dies in der (Fehl-)Annahme geschieht, hierdurch würden Kosten gespart. Lieber kritisiert etwa das Handelsblatt, die vermeintliche „Doppelmoral“ der Bevölkerung: „Beim Thema Militär herrscht in Deutschland Doppelmoral. Fast drei Viertel der Bevölkerung sind überzeugte Europäer, wenn es um Verteidigung geht. […] Die Konsequenz daraus ist jedoch nur eine Minderheit bereit zu tragen. Sie lautet: Der Verteidigungsetat wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Mehr Geld ausgeben für Panzer, Kriegsschiffe und Kampfjets, für die Ausbildung von Soldaten, für die Beteiligung an militärisch-zivilen EU-Auslandseinsätzen in Afrika: Darüber verweigern allzu viele Bürger jede Diskussion. Wer für Frieden ist, ist gegen Aufrüstung“. (jw)

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