IMI-Aktuell 2017/653

Erding: Wehrforschung

von: 25. Oktober 2017

Drucken

Hier finden sich ähnliche Artikel

Die Süddeutsche Zeitung berichtet (online) über das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe der Bundeswehr am Ortsrand von Erding. Der Beitrag liest sich jedoch wie recht simple Propaganda: Hier werde alles getan, „um Soldatenleben zu retten“ bzw. „die deutschen Truppen zu schützen“ und der Leiter des Instituts darf feststellen: „Die Bundeswehr ist eine Friedensarmee“. Wörtlich heißt es weiter zur Erforschung von Treibstoffen, Funkgeräten, Materialien für die Bundeswehr: „Man kooperiert, statt aufzurüsten“. Gemeint ist damit die Zusammenarbeit „mit Staaten wie den USA, Israel und Singapur“. Und falls es den Leser*innen noch nicht klar ist, was für eine tolle Sache Wehrforschung ist, wird – im Detail wahrheitswidrig – unterstrichen: „Viele große Erfindungen kamen aus dem Militär: Satelliten, GPS, Antibiotika, das Internet. Auch kleine Alltagsdinge wie die Tütensuppe, die Mikrowelle und der Sekundenkleber.“
Obwohl das Militär also im Wesentlichen für Zusammenarbeit und Innovation steht, gibt es jedoch – das verschweigt die Süddeutsche Zeitung nicht – „Einsatzgebiete“. Die spielen im Beitrag aber nur insofern eine Rolle, als dass dort zukünftig „3D-Drucker in Containern“ stehen würden, „und Ersatzteile herstellen, wenn was kaputtgeht.“

Ähnliche Artikel