IMI-Aktuell 2017/576

BUND zu Nordkorea

von: 20. September 2017

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Der Regionalverband Südlicher Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisiert einen „blinde[n] Fleck der Wahrnehmung“ auf den Nordkoreakonflikt. Dieser nehme eine Dimension an, „die nicht nur Millionen Opfer fordern kann, sondern den Weltfrieden gefährdet“. Der blinde Fleck bestehe in der Rolle von Atomkraftwerken für die nukleare Aufrüstung von Staaten. „Weltweit“ bestehe die „Gefahr, dass immer mehr Länder, Diktaturen und Despoten über den Umweg der so genannten ‚friedlichen Nutzung der Atomenergie‘ in den Besitz von Atomwaffen kommen“, so die Meldung. Weiter heißt es: „Heute stellen wir öffentlich die Frage, warum sonnenreiche Länder (in politischen Spannungsgebieten) wie die Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate Atomkraftwerke bauen wollen, obwohl mit Photovoltaik und Windkraft doch zwischenzeitlich viel kostengünstiger Strom erzeugt werden kann… Kleine und kleinste ‚umweltfreundliche & grüne‘ Thorium-Atomkraftwerke sollen zukünftig überall auf der Welt gebaut werden und die Forschung wird mit EU-Geldern gefördert. Aus den alten, großen Druck- und Siedewasser-Reaktor würden unzählige Klein- und Kleinstreaktoren in allen Ländern der Welt. In jedem dieser Mini-Reaktoren entsteht die Radioakivität vieler Hiroshima-Bomben. Für die heutigen und zukünftigen Diktatoren der Welt brächte schon die Möglichkeit, ‚schmutzige Bomben‘ zu bauen einen ‚nordkoreanischen Machtzuwachs'“.

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