IMI-Aktuell 2017/563

Bundeswehr und Irma

von: 14. September 2017

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Dem Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick wird das Zitat zugeschrieben: „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel“. Und offenbar scheint die Bundeswehr gegenwärtig das bevorzugte Instrument der Außenpolitik und der Katastrophenhilfe zu sein.

So kommt die Bundeswehr nun auch infolge des Hurrikans „Irma“ zum Einsatz. Die FAZ berichtete (online) bereits am 11.9.2017, dass das Auswärtige Amt ein Krisenunterstützungsteam nach Florida entsandt habe zu dem neben zehn Angehörigen des Technischen Hilfswerks auch Angehörige der Bundeswehr gehörten.außerdem habe sich ein Militärtransporter A400M „mit Hilfsgütern an Bord auf den Weg in die Krisenregion gemacht.“ Der Spiegel (online) war ausführlicher: der A400M sei unterwegs nach Curaçao und solle auf dem Rückweg Urlauber*innen aus St. Martin abholen. Außerdem solle „ein Airbus 310 der Luftwaffe, der ohnehin schon in den USA war, bei Rettungs- und Evakuierungsflügen eingesetzt werden.“ Das Krisenunterstützungsteam sei von einem „Luftwaffen-Jet vom Typ A340“ nach Florida gebracht worden.

Wo immer etwas passiert, scheint also auch die Bundeswehr aufzutauchen. Oft ist sie auch bereits vor Ort, so auch in Florida. Dies konnte man zumindest der Bild (online) entnehmen, die berichtete, dass auch die MacDill Airforce Base bei Tampa, in der das US-Zentralkommando (CENTCOM) und das Kommando für Spezialoperationen (SOCOM) untergebracht seien, teilweise evakuiert werde: „Auch die Bundeswehr bringt ihre Soldaten vor Irma in Sicherheit. 22 Bundeswehrsoldaten seien derzeit bei CENTCOM eingesetzt, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber BILD… Der Leiter des deutschen Verbindungskommandos habe bereits am Freitag alle deutschen Bundeswehrangehörigen aus dem aktuellen Dienstbetrieb herausgenommen“.

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