IMI-Aktuell 2017/507

Afghanistan: Re-Surge

von: 23. August 2017

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Die Ankündigung Trumps, die US-Truppen nicht wie im Wahlkampf angekündigt abzuziehen, sondern wieder zu verstärken, hat international viel Zustimmung erfahren. In Deutschland hat die FAZ online einige Reaktionen zusammengefasst, wobei hier nur von der CDU klare Zustimmung zu vernehmen ist. Besonders die Verteidigungsministerin positionierte sich klar: „Es sei positiv, dass die Vereinigten Staaten jetzt lageabhängig ihre weiteren Schritte entscheiden und nicht nach dem Wahlkalender, sagte die Ministerin am Dienstag beim Besuch eines Marine-Ausbildungszentrums in Eckernförde. Positiv sei außerdem, in Afghanistan die Bereiche militärische Einsätze, Entwicklungshilfe und Diplomatie zu vernetzen und als ein Konzept zu betrachten“. Militärische Einsätze und Diplomatie als ein Konzept zu betrachten ist allerdings eine starke Forderung…

Obwohl es im Untertitel der FAZ heißt, die Ministerin habe „einer Forderung Trumps“ (wohl nach zusätzlichen Deutschen Truppen) eine „Absage“ erteilt, klingt das wiederum im eigentlichen Artikel viel weniger deutlich: „Auf die Frage, ob Deutschland seine Truppen in Afghanistan aufstocken werde, verwies von der Leyen darauf, dass die Bundeswehr im vergangenen Jahr ihre Truppenstärke um 18 Prozent erhöht habe, während andere Länder Truppen abzogen hätten. Sie sehe daher die Bundeswehr nicht an erster Stelle für eine weitere Verstärkung. Auf die Nachfrage, ob sie dem amerikanischen Verteidigungsminister James Mattis irgendwelche Zusagen gemacht habe, sagte von der Leyen: ‚Es ist überhaupt nicht über Zahlen gesprochen worden.'“

 

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