IMI-Aktuell 2017/491

Rüstungskooperation: Kostensparend?

von: 16. August 2017

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Auch wenn es derzeit überall behauptet wird: Es ist keineswegs ein Selbstläufer, dass eine verstärkte europäische Rüstungszusammenarbeit automatisch auch Kosten einspart (siehe IMI-Studie 2015/7). Im Zuge der jüngsten deutsch-französischen Ankündigung am 13. Juli 2017, gemeinsamen ein neues Kampfflugzeug bauen zu wollen (siehe IMI-Aktuell 2017/419), meldet nun auch Spiegel Online – wenn auch vorsichtig – Bedenken an: „Rüstungsprojekte der Europäer – etwa für den Transporter A400 M – zeigen, dass die Kosten oftmals höher sind als ursprünglich geplant und technische Fehler auftauchen können. Zudem besteht wie bei nationalen Projekten die Gefahr, dass mehr Geld für europäische Rüstungsvorhaben von der Industrie auch schamlos ausgenutzt werden kann – für immer neue, kostenintensive Nachforderungen.“ Auch Strategic Forecast sieht in solchen Kooperationsprojekten keineswegs einen Selbstläufer: „As highlighted by France’s departure from the Eurofighter project, disputes over work share and design authority have long plagued joint EU defense projects. Poland recently argued that Western European powers need to look upon it and other Eastern European states as equal industrial participants and not as client states if joint procurement is to be a success. As the dispute between France and Italy over the sale of the bankrupt STX shipyard shows, economic considerations over jobs and proprietary technologies can also pose considerable hurdles to greater collaboration, even when such collaboration is driven by greater strategic considerations — in this case France and Italy’s desire to set up a naval equivalent of the Airbus aeronautics company.” (jw)

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