IMI-Aktuell 2017/488

Nordkorea: Ziele

von: 15. August 2017

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Sheila Miyoshi Jager, Historikerin und Ostasienexpertin am Oberlin College, argumentiert in Politico (via Bpb-Newsletter), die Ziele der Machthaber in Nordkorea hätten sich über die Jahre kaum verändert. Vorrangig sei ein Friedensvertrag mit den USA, danach die Wiedervereinigung: „What the regime wants, and has always wanted, is a peace treaty with the United States — a grand bargain that would lead to the eventual withdrawal of U.S. troops from the Korean peninsula, and that could be seen as a real step toward that objective.” Klar, viele „realistische” Beobachter werden dies als naiv abtun, sie attestieren Ländern wie Nordkorea einen pathologisch aggressiven Charakter, weshalb man sich Friedensverträge o.ä. eh sparen könne – was nie getan wird, ist die Gegenprobe: Weshalb nicht einen solchen Vertrag anbieten und schauen, ob sich damit die Probleme lösen lassen. Dies geschieht aus einem einfachen Grund nicht: Die USA wollen sich die „Angriffsoption“ auf Nordkorea mit Blick auf ihre gesamten Interessen in Ostasien offenhalten und genau das macht eine dauerhafte Beilegung des Konfliktes auch so schwierig (siehe zur US-Ostasien-Strategie IMI-Studie 2006/8) (jw)

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