IMI-Aktuell 2017/486

BW hält an Wehrmacht fest

von: 15. August 2017

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Entgegen der deklarierten Absicht des Verteidigungsministeriums, eine klare Trennlinie zwischen der Wehrmacht und der Bundeswehr ziehen zu wollen, steht die Umbenennung von nach Wehrmachtsoffizieren benannten Kasernen noch nicht mal zur Debatte, wie die Zeitung Neues Deutschland in Bezug auf eine kleine Anfrage berichtet. Zuletzt dachte Verteidigungsministerin von der Leyen eine Umbenennung solcher Kasernen nach der Festnahme des terrorverdächtigten rechtsextremen Bundeswehrsoldaten Franco A. an, überließ die Entscheidungshochheit jedoch den in den Kasernen stationierten Bundeswehrangehörigen. Im Herbst beginnt eine Workshopreihe zur Überarbeitung des Traditionserlasses – doch diese Reihe verspricht mal wieder mehr Schein als Sein zu werden, bedenkt man, dass die Distanzierung zu Wehrmachtsoffizieren bis heute fakultativ ist und Soldat_innen weiterhin ihre Stube in der Rommelkaserne etc haben. (ja)

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