IMI-Aktuell 2017/464

Mali: Debatte II

von: 4. August 2017

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Nach der Talksendung Dunja Hayali (siehe IMI-Aktuell 2017/460) legen zwei der Beteiligten, Nariman Reinke vom Verein „Deutscher Soldat“ und der Ex-Soldat Daniel Lücking, nach. Reinke sprach hierzu mit der Bildzeitung, die berichtet: „‚Das Auftreten von Herrn Bartsch war respektlos allen meinen Kameraden gegenüber, die sich gerade in Auslandseinsätzen befinden‘, sagt sie. ‚Es war auch respektlos gegenüber den Menschen, die in Mali leben. Er betonte, dass Kinder in Mali an Hunger sterben, gleichzeitig sieht er aber keine Notwendigkeit für einen Militäreinsatz. Das empfinde ich als blanken Hohn‘, so die Bundeswehr-Soldatin“.

Lücking hingegen veröffentlichte einen eigenen Beitrag bei freitag.de in dem er Reinkes Position kritisiert: „Reinke verkörperte mit ihrem Auftritt ein typisches Verhalten von Soldat_innen. Die Ablehnung von Kriegseinsätzen der Bundeswehr wird persönlich genommen, die Linkspartei als weltfremd und ideologisch verblendet abgelehnt.“ Außerdem forderte Lücking eine intensivere kritische Auseinandersetzung mit den Auslandseinsätzen ein: „Es bleibt zu hoffen, dass es mehr Kritik an diesem Einsatzkonzept gibt, das sich in Afghanistan nicht bewährt hat und letztlich nur die Kolonialkriege auf den Stand des 21. Jahrhunderts bringt. Der Schritt von einer Unterstützungsmission hin zu einem Kampfeinsatz dürfte auch in Mali nicht lange auf sich warten lassen“.

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