IMI-Aktuell 2017/439

Sophia: Verlängert

von: 26. Juli 2017

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Gestern wurde der EU-Marineeinsatz „Sophia“ verlängert – meist wird in den deutschen Medien dabei das Bild eines rein humanitären Einsatzes zur „Seenotrettung“ ertrinkender Menschen gezeichnet. Das allein ist schon ein Zerrbild (siehe IMI-Analyse 2015/31), zumal es vor allem um die Bekämpfung von „Schleusern“ und damit illegalisierter Migration geht. Im Zuge der aktuellen Debatte wurde nun besonders scharf argumentiert, wie Spiegel Online berichtet: „Der belgische Außenminister Didier Reynders forderte deshalb, dass die „Sophia“-Schiffe künftig auch in libyschen Gewässern gegen die Schlepper vorgehen. Dafür aber wäre eine Genehmigung der libyschen Regierung notwendig – doch eine solche gibt es in dem Bürgerkriegsland bisher nur in Ansätzen. […] Österreichs Außenminister Sebastian Kurz wiederum verlangt, dass die „Sophia“-Schiffe gerettete Migranten nicht mehr auf das italienische Festland bringen.“ (jw)

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