IMI-Aktuell 2017/385

Atomare Aufrüstung: Ursachen

von: 3. Juli 2017

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Viel ist heute in den Medien von den  neuen Sipri-Daten zur weltweiten atomaren „Modernisierung“ Aufrüstung – sprich: Aufrüstung – die Rede. Unisono, hier etwa in der Rezeption der Süddeutschen Zeitung, wird geklagt, die „Atommächte investieren in die Modernisierung“, und es gebe „keine Anzeichen für nukleare Abrüstung.“ Ein wesentliches Element dieser Rüstungsspirale findet allerdings keine Erwähnung. So weisen Keir A. Lieber und Daryl G. Press in der aktuellen Ausgabe der International Security zu Recht darauf hin, dass die jüngsten „Fortschritte“ im Zuge der Modernisierung der US-Atomwaffen die Genauigkeit und Durchschlagskraft der Waffen derart erhöht hat, dass Erstschlagsszenarien immer „plausibler“ werden. Um die eigene Zweitschlagfähigkeit zu garantieren, sehen sich damit China und Russland gezwungen, ihre Arsenale ebenfalls aufzurüsten: „Rooted in the computer revolution, these advances are making nuclear forces around the world far more vulnerable than before. In fact, one of the principal strategies that countries employ to protect their arsenals from destruction, hardening, has already been largely negated by leaps in the accuracy of nuclear delivery systems. A second pillar of survivability, concealment, is being eroded by the revolution in remote sensing.” (jw)

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