IMI-Aktuell 2017/266

FAZ: Wehrmachtsgedenken

von: 10. Mai 2017

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Wie teilweise absurd die Diskussion um rechte Gesinnungen, Traditionspflege und Wehrmachtsbezüge bei der Bundeswehr verläuft, sieht man vielleicht sogar am besten daran, dass einer der treffendsten Beiträge hierzu ausgerechnet in der FAZ erschien. Hier stellt Rainer Blasius zunächst einmal fest, was viel zu oft in dere Debatte untergeht, dass die Gründung der Bundeswehr auf „Offizieren und Unteroffizieren, die in der Exekutions-Gemeinschaft des Nationalsozialismus sozialisiert worden waren“, basierte. „Braune Gesinnung“ bei der Bundeswehr sei „jahrzehntelang verheimlicht“ worden. Wichtig v.a. auch dieser Punkt: „Bedenklicher [als Wehrmachts und NS-Devotionalien] sind pensionierte Generale, die – nachdem sie den bunten Rock mit dem Lodenmantel getauscht haben – als geschichtsklitternde Militärschriftsteller oder schneidige Redner eine neue Karriere beginnen“.

Ob Rainer Blasius hierbei auch an Reinhard Günzel gedacht hat, den ehemligen Kommandierenden des Kommandos Spezialkräfte, dessen Vorträge heute von der Jungen Freieheit gemeinsam mit dem Institut für Staatspolitik vertrieben werden?

Viele weitere solche Fälle finden sich auf dem Blog „Braunzone Bundeswehr“.

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