MI-Aktuell 2017/238

Osterpäckchen nach Afghanistan

von: 26. April 2017

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Wie die Rhein-Neckar-Zeitung 13.4.2017 berichtete, initiierte die Lehrerin einer fünften Klasse des Max-Born-Gymnasiums in Neckargemünd eine Osteraktion für Bundeswehrsoldat_innen in Afghanistan. Die Schüler_innen sammelten Süßigkeiten, Dosenwurst und andere „Leckerbissen aus der Region“, die sie dann mit selbstgeschriebenen Grußkarten an die Soldat_innen schickten. Die Soldat_innen seien „tief berührt“ gewesen, so der Kommandant der Truppe und laut der RNZ soll es von nun an weitere Kontakte zwischen den Soldat_innen und den jungen Schüler_innen geben.

Die Kritik der LINKEn zwang die RNZ am 22.4.2017 dann zu einer weiteren Stellungnahme. Die Forderung „Bundeswehr raus aus dem Max-Born-Gymnasium“ von der Parteikreis-Vorständin Anja Lorenz und ihre Kritik zur Rekrutierungshilfe, dass die Kinder so „verfügbar für den Dienst an der Waffe“ gemacht würden, löste laut dem Autor einen „Sturm der Entrüstung“ aus. Nach Darstellung des Artikels stellten sich die Eltern, die Schulleitung, Lehrer_innen und die Stadt mehrheitlich hinter die Osteraktion, über andere kritische Stimmen außer die der LINKEn wurde nicht berichtet.

Neben dem stark tendenziösen Artikel findet sich in der Printversion dann auch noch ein kurzer Kommentar des Autors, in dem er unmissverständlich klar macht, was er von Lorenz‘ Kritik an jener Militarisierung von Schulen hält: „[…] einfach nur link. […] Pfui!“

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