IMI-Aktuell 2017/236

MKS 180: teurer

von: 26. April 2017

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Das Mehrzweckkampfschiff 180, ein Prestigeprojekt der Bundeswehr und der deutschen maritimen Rüstungsindustrie, geht den Weg aller großen Rüstungsprojekte: Es verzögert sich und wird teurer, gleichzeitig werden die ursprünglich von der Rüstungsindustrie in Aussicht gestellten Fähigkeiten reduziert, so berichten u.a. Spiegel Online und das Handelsblatt. Eigentlich sollte der Vertrag für zunächst vier Schiffe (insgesamt sollen es sechs werden), die ab 2023 an die Bundeswehr geliefert werden sollten, noch vor der Bundestagswahl unterzeichnet werden, nun wird er in die neue Legislaturperiode fallen. Zudem sollen die Schiffe erheblich teurer werden – um insgesamt 525 Mio. Euro für vier Schiffe. Zugleich wird an Fähigkeiten gespart, darunter eine Enteisungsanlage für den Hubschrauberlandeplatz, wodurch 300 Mio. Euro eingespart werden. 300 Mio. Euro für eine Enteisungsanlage! Andererseits wird ja der Rüstungshaushalt gerade dermaßen erhöht, dass die Regierung gar nicht weiss, wie sie es der Rüstung in den Hals werfen kann. Ein wenig schnippisch bemerkt auch Spiegel Online: Schließlich dreht sich die Debatte derzeit um das Drängen von US-Präsident Donald Trump, Deutschland möge seinen Verteidigungshaushalt vergrößern. Da kommt die halbe Milliarde plus bei der MKS 180 wohl geradezu gelegen“. (bk)

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