IMI-Aktuell 2017/234

Giftgas in Syrien: Fragliche Urheber

von: 25. April 2017

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Am 4. April 2017 kam es zum einem Einsatz von Giftgas in Syrien – soweit sind sich alle weitgehend einig. Unmittelbar darauf veröffentlichte die US-Regierung den Bericht “The Assad Regime’s Use of Chemical Weapons on April 4, 2017”, in dem kein Zweifel daran gelassen wird, dass der syrische Machthaber Baschar al-Assad bzw. Regierungstruppen die Verursacher der Angriffe gewesen sein sollen. Die Argumente der Regierung wurden von dem prominenten MIT-Professor und ehemaligen Pentagon-Mitarbeiter Theodore Postol geprüft, der am 11. April 2017 zu einem vernichtenden Urteil gelangte (deutsche Übersetzung hier): „Ich habe mir das Dokument aufmerksam angesehen, und ich glaube, dass man zweifelsfrei zeigen kann, dass das Dokument keinen Beweis irgendeiner Art dafür liefert, dass die US-Regierung konkret weiß, dass die syrische Regierung Verursacher des Giftgasangriffs in Khan Shaykhun, Syrien, um ca. 6:00 bis 7:00 Uhr am 4. April 2017.“ Einen Tag später kanm der ehemalige Waffeninspekteur Scott Ritter ebenso zu einem ähnlichen Schluss wie heute der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Philip Giraldi im American Conservative: „[T]here is little in the incidents and the surrounding analysis that can be regarded as hard fact. Little in the National Security Council report is unassailable, and one should note that almost none of it is based on U.S. intelligence resources.” (jw)

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