IMI-Aktuell 2017/117

USA: Atomare Aufrüstung

von: 24. Februar 2017

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Jetzt tritt genau das ein, was von vorneherein das Problem mit dem „New Start“ genannten nuklearen Abrüstungsvertrag zwischen Russland und den USA gewesen ist. Er verpflichtete zwar zu einer – relativ – umfangreichen Abrüstung der Atomwaffenarsenale, bei den Sprengköpfen von  2.200  auf  je  1.550  und  bei der Anzahl der Trägersysteme von 1.600 auf 800. Allerdings enthält er keine Regelung, dass diese Beschränkungen auch nach 2021 in Kraft bleiben müssen, eine neuerliche Aufrüstung und eine Rüstungsspirale sind dadurch also nicht ausgeschlossen (siehe IMI-Studie 2016/07). Und genau das hat nun US-Präsident Donald Trump auch angekündigt, indem er „New START“ dem Handelsblatt zufolge als „ein weiteres schlechtes Geschäft“ bezeichnete und den Anspruch der USA auf die nukleare Vormachtstellung untermauerte: „Es wäre wunderbar, es wäre ein Traum, wenn kein Staat Atomwaffen hätte“, sagte Trump. „Aber solange Staaten Atomwaffen haben, werden wir im Rudel ganz oben stehen.“ (jw)

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