IMI-Aktuell 2017/058

Seidenstraßen-Initiative

von: 2. Februar 2017

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Eine erstaunlich positive Beurteilung der chinesischen Seidenstraßen-Initiative liefert die „Bundesakademie für Sicherheitspolitik“ in ihrem jüngsten Arbeitspapier ab. Laut BAKS sei das Ziel des Unterfangen Folgendes: „Hohe Investitionen in unzählige Infrastrukturprojekte im Rahmen der sogenannten Seidenstraßen-Initiative sollen die Vorteile des freien Welthandels auch in Zeiten von wachsendem Protektionismus für China weiter nutzbar machen.“ Womöglich bereits mit Blick auf sich unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump verschärfende Konflikte mit den Vereinigten Staaten könnte es sein, dass hier das Potenzial zur Zusammenarbeit mit anderen Partnern ausgelotet wird, sollten die USA tatsächlich auf einen stark protektionistischen Kurs einschwenken. Jedenfalls ist die BAKS der Auffassung, das chinesische Projekt solle von EU-Seite nach Möglichkeit unterstützt werden: „Europa teilt grundsätzlich das chinesische Stabilitätsinteresse, und die EU sollte daher Projekte zur Verbesserung der Konnektivität im eurasischen Raum und in Afrika dort aufgreifen, wo sie den Vorgaben einer harmonisierten Infrastrukturpolitik, eines fairen Wettbewerbs bei internationalen Ausschreibungen und EU-weiten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen.“ (jw)

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