IMI-Aktuell 2017/022

Afrika: Unfairer Freihandel

von: 18. Januar 2017

Drucken

Hier finden sich ähnliche Artikel

Die Deutsche Welle (via Bpb-Newsletter) berichtet kritisch über die seitens der EU mit allen afrikanischen Ländern angestrebte Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA, englisch EPA). Durch das Abkommen sollen die afrikanischen Staaten im Tausch von 15 Jahre zollfreien Zugang zum EU-Markt schrittweise ihre Märkte bis zu 83 Prozent für europäische Produkte öffnen: „Das eigentliche Risiko der WPAs sehen mehrere Staaten wie Nigeria, Republik Kongo und Gabun in der Öffnung ihrer Märkte. Sie fürchten, nicht mit den europäischen Importen konkurrieren zu können, sobald diese zollfrei in ihre Länder kommen. Zudem würden den afrikanischen Ländern Zolleinnahmen wegbrechen. Die Weltbank schätzt, dass Zölle in afrikanischen Ländern südlich der Sahara bis zu 10 Prozent der Staatseinnahmen ausmachen. […] Kenia als Teil der ostafrikanischen Gemeinschaft, hatte sich zunächst geweigert das WPA zu unterzeichnen. Die EU verhängte daraufhin 2014 für drei Monate Einfuhrzölle auf kenianische Produkte. Unter diesem Druck unterzeichnete das Land schließlich doch.“ (jw)

Ähnliche Artikel