IMI-Aktuell 2016/624

Kampfschwimmer gegen Flüchtlinge?

von: 20. Oktober 2016

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Die EU-Marinemission zur Migrationsbekämpfung im Mittelmeer wird durch Kampfschwimmer der Bundeswehr verstärkt, einer Eliteeinheit der Bundeswehr, die wie das Kommando Spezialkräfte unter strenger Geheimhaltung operiert. Der Spiegel schreibt hierzu: „Mit kleinen U-Booten zum Beispiel können sie sich unter Wasser an verdächtige Schiffe anschleichen, die Motoren lahmlegen und die Schiffe dann entern. Ihre jahrelange Ausbildung zielt letztlich auf alle Arten des Nahkampfs.“

Die Verlegung von Kampfschwimmern ist auch ein Zeichen für die kontinuierliche Ausweitung des Einsatzes sowohl in räumlicher Dimension wie auch hinsichtlich der Aufgaben. Die ursprünglich zur Bekämpfung von „Schleusernetzwerken“ ins Leben gerufene Mission soll mittlerweile auch Waffenlieferungen an einzelne Konfliktparteien in Libyen unterbinden und die Ausbildung anderer Konfliktparteien beinhalten (s. Mission Creep im Mittelmeer). Nach aktuellem Operationsplan sollen die Kampfschwimmer zunächst noch nicht gegen Flüchtlinge zum Einsatz kommen, gab das Verteidigungsministerium an.

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