IMI-Aktuell 2016/519

Tendenzjournalismus

von: 3. September 2016

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Auf die hervorragenden Arbeiten des Medienwissenschaftlers Uwe Krüger zur Verflechter deutscher Alpha-Journalisten mit transatlantischen Militärnetzwerken haben wir bereits verschiedentlich hingewiesen (zB IMI-Analyse 2015/012). Nun haben die Blätter für deutsche und internationale Politik seinen jüngsten Artikel Online gestellt: „Menschenrechtsverletzungen sind also nicht gleich Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen nicht gleich Kriegsverbrechen – ihre Schwere und Skandalträchtigkeit hängt davon ab, wer sie begeht. Finden sie etwa in den Golfmonarchien statt, die eine wichtige Stütze der westlichen Nahost- und Energiepolitik sind, wird das zwar berichtet, allerdings ohne wiederholt die Notwendigkeit zu betonen, diese Regime müssten abdanken. Handelt es sich hingegen um traditionell amerikakritische Regime, sieht das ganz anders aus: Über ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Schandtaten wird extensiv berichtet und ein militärisches Eingreifen des Westens – „humanitäre Interventionen“ – herbeigeschrieben und im Erfolgsfall bejubelt.“ (jw)

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