IMI-Aktuell 2016/252

MSF: Aleppo und Kunduz

von: 29. April 2016

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Eine Klink in Aleppo, die unterstütz wird von Ärzten ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières – MSF), wurde Opfer eines Luftangriffes (PM von MSF, tagesschau, Zeit-Online). Dabei kamen je nach Quelle zwischen 14 und 30 Menschen ums Leben, etwa 50 weitere wurden verletzt. Damit wurde eins der letzten Anlaufpunkte in dem Gebiet getroffen, wenn man auf der Suche nach medizinischer Hilfe ist. Trotz einer offiziell noch bestehenden Waffenruhe wurde das Krankenhaus zum Ziel. Von wem der Angriff durchgeführt wurde, konnte bislang noch nicht ermittelt werden.

In einem weiteren Fall eines bombardierten Krankenhauses von MSF gibt es Neuigkeiten. Im Oktober letzten Jahres wurde eine Klinik im afghanischen Kunduz von einer AC-130 der USA unter Beschuss genommen, dabei kamen 42 Menschen um Leben (siehe IMI-Aktuell 2015/540, IMI-Aktuell 2015/552 und IMI-Aktuell 2015/602). Nun stellt sich hier die Frage nach Konsequenzen. Strafrechtlich wird es wohl keine geben, so ist es zumindest einem Artikel von Foreign Policy zu entnehmen. Folgende „Bestrafungen“ sind Vorgesehen: „punishments range from letters of reprimand to counseling.” Insgesamt sollen 16 US-Soldaten von solchen Maßnahmen betroffen sein, darunter ein Zwei-Sterne General und die zweiköpfige Crew, die den Angriff ausgeführt hatte. (ma)

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