IMI-Aktuell 2016/206

Mali: Heron 1

von: 6. April 2016

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Die Bundesverteidigungsministerin von der Leyen, die gerade auf Besuchsreise in Mali ist, hat angekündigt, dass die Bundeswehr bis Jahresende „zwei bis drei Heron-Drohnen nach Gao“ im umkämpften Norden Malis verlegen will, so meldet u.a. Reuters. Etwa 400 Bundeswehrsoldaten sollen dort im Camp Castor stationiert werden, das gerade entsprechend ausgebaut wird – insgesamt sieht das Ende Januar im Bundestag verabschiedete Mandat bis zu 650 Kräfte vor. Die Drohnen, die bisher noch in Afghanistan stationiert sind und wesentlich von Angestellten privater Unternehmen gewartet und bedient werden, sollen fast den gesamten Norden des Landes überwachen, wo nicht nur wichtige Siedlungen, sondern v.a. Verbindungswege unter der Kontrolle verschiedener bewaffneter Gruppen sind, von denen einige als terroristisch eingestuft werden. Mittlerweile dürfte Mali der gefährlichste Einsatz der Bundeswehr sein: Seit Beginn des Einsatzes der MINUSMA, an dem sich die Bundeswehr nun mit Bodentruppen beteiligt, sind bereits 75 Angehörige getötet worden. Über Tote im Zuge des parallel stattfindenden Anti-Terror-Einsatzes Barkhane unter französischer Führung ist hingegen kaum etwas bekannt.

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