IMI-Aktuell 2016/164

Afghanistan: Jahrzehnte?

von: 16. März 2016

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US-General John F. Campbell, der bis vor Kurzem noch die US-Truppen in Afghanistan kommandiert hatte, fordert Berichten zufolge eine neue Offensive mit westlichen Kampftruppen. Sicher kein Zufall dürfte es sein, dass sich unmittelbar nachdem die Geschichte online ging, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu Wort meldete und der Idee eine Absage erteilte, wie u.a. antiwar.com berichtet. Unterdessen äußerte sich der designierte neue Chef des US-Zentralkommandos, Joseph L. Votel, er sei dafür, unter Umständen die Truppen auch über den – bereits mehrfach – verschobenen Abzugstermin 2017 hinaus im Land zu belassen. Schon im Januar 2016 berichtete die Washington Post, innerhalb des Militärs werde offen davon gesprochen, man werde wohl noch Jahrzehnte im Land bleiben: „Senior U.S. military officials and some former Obama administration officials increasingly compare the U.S. government’s plans for Afghanistan to its approach to South Korea, where it has maintained tens of thousands of troops for decades. Other top officials cite the example of Colombia, where the United States has long provided training, money and contractors.” (jw)

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