IMI-Aktuell 2016/116

Tücken der Konsolidierung (IV)

von: 26. Februar 2016

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Die „Konsolidierung“ (Bündelung) des Rüstungssektors, u.a. durch die Förderung von Fusions- und Übernahmeprozesse in der Rüstungsindustrie, stellt derzeit nach gängiger Auffassung den Königsweg hin zu mehr „Effizienz“ und militärischer Schlagkraft dar. Ob dies tatsächlich der Fall ist, darf allerdings bezweifelt werden (siehe IMI-Aktuell 2015/542). Bestätigt wird diese Vermutung durch das Beispiel der USA, wo in den 1990ern ein solcher Konsolidierungsprozess erfolgte, ohne dass dies zu Einsparungen bei den Beschaffungsprojekten geführt hätte – im Gegenteil. Die marktbeherrschende Stellung, die einige Unternehmen hierdurch erhalten haben, ermöglicht es ihnen, die Preise zu diktieren, wie nun u.a. auch der republikanische Senator John McCain kritisierte: „Rising weapons costs will continue to hit the Pentagon as long as industry monopolies dominate the defense sector, said Sen. John McCain, R-Ariz., chairman of the Senate Armed Services Committee. […] A cursory glance at the cost trends in big-ticket military programs today offers a cautionary tale, he added. ‘I think it’s very obvious that when you’re the only game in town, you can name your own price.’” (jw)

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