IMI-Aktuell 2015/671

G36 rehabilitiert?

von: 17. November 2015

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In der Vergangenheit war das Gewehr G36 des Herstellers Heckler & Koch stark in die Kritik geraten (IMI-Aktuell 2015/564, IMI-Aktuell 2015/561, IMI-Aktuell 2015/543, IMI-Aktuell 2015/510). Nun hat jüngst »Augen geradeaus!« eine Nachricht von »Reuters« abgedruckt, nach der der Mehrheitseigentümer des Unternehmens der finanziell angeschlagenen Firma Geld aus seinem Privatvermögen zuschießt. Zudem sieht er das Gewehr G 36 als rehabilitiert an und hofft zukünftig auf gute Absatzchancen: „Der mit 51 Prozent an dem schwäbischen Unternehmen beteiligte Investor Andreas Heeschen hat nach eigenen Angaben 60 Millionen Euro Eigenkapital aus seinem Privatvermögen zugeschossen, um die Nettoverschuldung zu senken. ‚Wir müssen das schlechte Image korrigieren‘, sagte […] Heeschen […]. Heckler & Koch werde von Ratingagenturen derzeit mit ‚CCC‘ bewertet, was auf ein hohes Ausfallrisiko seiner Schulden hindeutet. ‚Das stört mich, rein emotional – und auch die Kunden‘, sagte Heeschen. ‚Die Konkurrenz nutzt das aus.‘ Heeschen macht sich Hoffnung auf Großaufträge für Gewehre aus Frankreich und Deutschland. ‚Wir wollen die Veränderungen in der Sicherheitspolitik der Nato nutzen‘, sagte er. ‚Wir brauchen mehr Handfeuerwaffen als uns lieb ist.‘ Heckler & Koch hatte sich im Juli fast unbemerkt an der Pariser Börse Euronext listen lassen […]. Der Schritt sei mit Blick auf die Ausschreibung für ein Sturmgewehr für die französische Armee auch als Marketing-Instrument zu sehen, sagte Heeschen. Die Bundeswehr sucht einen Nachfolger für das Heckler & Koch-Gewehr G36, das im Frühjahr in die Kritik geraten war. Der Manager sieht das G36 rehabilitiert: ‚Politisch ist das durch.’“ (mh)

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