IMI-Aktuell 2015/382

Schnöggersburg: beheizt

von: 3. August 2015

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Am vergangenen Samstag, dem 1. August, fand im Rahmen des diesjährigen War Starts Here Camps nahe dem Gefechtsübungszentrum des Heeres GÜZ wieder ein Aktionstag statt, bei dem zahlreiche Kleingruppen das Übungsgelände betraten, um damit Kriegsvorbereitungen konkret zu stören. Einen Überblick über die Aktivitäten vermittelt die Homepage des Camps, die junge welt berichtet u.a. über die Behinderung von Journalisten und Indymedia linksunten über eine Soli-Aktion in der „Rüstungsstadt Jena“. Bemerkenswert ist u.a., dass eine Veranstaltung, die Verbundenheit zwischen der ansässigen Bevölkerung und der Bundeswehr demonstrieren sollte, wieder offenkundige Faschisten anzog (das war auch schon in den Vorjahren der Fall) und von diesen auch ein gewalttätiger Übergriff ausging. Das überrascht natürlich überhaupt nicht. Kurios allerdings die Feststellung, die ein kleine Aktionsgruppe machte, welche Gebäude der Übungsstadt Schnöggersburg besichtigten und eines symbolisch besetzte. Die Räume der unbewohnten Stadt mit über 500 Wohngebäuden, Industriegebiet, Elendsviertel und U-Bahn-Tunnels werden offensichtlich sogar im Sommer beheizt, was die Bundeswehr wohl bestätigte. Angeblich solle damit Feuchtigkeit vermieden werden. (bk)

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