IMI-Mitteilung

IMI lädt ein: Anthropologie und Krieg

Dienstag, 3. März 2015, 19:00 Uhr im Büro der Informationsstelle Militarisierung (Sudhaus, Hechingerstr. 203)

von: IMI | Veröffentlicht am: 2. März 2015

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Die Reihe „IMI lädt ein“ wird wieder fortgesetzt. Jeden ersten Dienstag im Monat laden wir in unser Büro im Tübinger Sudhaus zu Vorträgen und Diskussionen ein. Am 3. März etwa zu Berührungspunkten und Konflikten zwischen der Anthropologie und dem Militär:
Bereits historisch ist die Entstehung der Völkerkunde/Anthropologie/Ethnologie eng mit Kolonialismus und Krieg verbunden. Die Beteiligung von Angehörigen dieser Disziplinen in den Weltkriegen und Vietnam hat jedoch zu einer kritischen Reflexion und Distanz geführt. Gerade die Kriege in Irak und Afghanistan haben jedoch wieder zu intensivierten Bemühungen insbesondere in den USA geführt, Anthropolog_innen in die Aufstandsbekämpfung einzubinden.
Auch in Deutschland wächst mit der zunehmenden Zahl von Auslandseinsätzen die Nachfrage nach „Interkulturellen Einsatzberatern“ und Personal mit entsprechenden Kompetenzen in der strategischen Planung, Einsatzvorbereitung und „operativen Kommunikation“. An den Universitäten wird teilweise offen für das „Berufsfeld Militär“ geworben. Doch auch hier regt sich Widerstand – in den USA etwa in Form des Network of Concerned Anthropologists, das einen eigenen, sehr kritischen Blick auf die Militärpolitik der Regierung entwickelt hat. In Deutschland ist entsprechendes erst – aber immerhin – in Ansätzen zu erkennen.

Benjamin Hirschfeld, selbst Anthropologe aus Tübingen, wird hierüber im Rahmen des „IMI lädt ein“ im Büro der Informationsstelle Militarisierung e.V. berichten, anschließend wie immer Diskussion mit Knabbereien und Getränken.

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