IMI-Aktuell 2014/630

Ukraine: Aufruf der Reaktionäre

von: 15. Dezember 2014

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Am 5. Dezember veröffentlichten 60 prominente deutsche Persönlichkeiten den Aufruf, „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“, der sich gegen die aggressive deutsche Russland-Politik richtete (siehe IMI-Aktuell 2014/620). Initiiert von Russland-Hardliner Andreas Umland, dem ehemaligen Büroleiter der tief in den Umsturz in der Ukraine verstrickten Konrad-Adenauer-Stiftung, wurde nun ein Gegenaufruf veröffentlicht. Unterzeichnet wurde er vom Who-is-Who der auf einen (noch) antirussischeren Kurs drängenden Hardliner. Sie nehmen für sich in Anspruch, für die Mehrheit der Osteuropa-Experten zu sprechen und sind sich ihrer Sache sicher: „Die überwältigende Mehrheit der sich aus wissenschaftlicher, zivilgesellschaftlicher oder journalistischer Perspektive mit dem heutigen Ukrainekonflikt auseinandersetzenden deutschen Forscherinnen, Aktivisten und Reporterinnen sind sich in ihrem Urteil einig: es gibt in diesem Krieg einen eindeutigen Aggressor, und es gibt ein klar identifizierbares Opfer.“ (Tagesspiegel, 11.12.2014)(jw)

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