IMI-Aktuell 2014/582

IS: Strategiekritik

von: 6. November 2014

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Auf „Internationale Politik und Gesellschaft“ setzt sich der ehemalige OSZE-Mitarbeiter Michael von der Schulenburg kritisch mit dem Versuch auseinander, den „Islamischen Staat“ mittels Bobmbardierungen besiegen zu wollen: „Es gibt keine Garantie, dass der Westen diesen Konflikt mit Bombenangriffen gewinnen kann (denken wir nur an die Taliban) oder dass wir den Resonanzboden, der den IS möglich gemacht hat, durchbrechen können. Wir müssen uns deshalb fragen, ob die aktuelle Bombenkampagne tatsächlich die beste Vorgehensweise gegen ein Gebilde wie den IS darstellt. Eine andere Möglichkeit wäre es gewesen, zwei entscheidende Schwächen des Islamischen Staates auszunutzen. Denn solche bestehen durchaus: Erstens befindet sich der IS in offener Feindschaft zu fast allen arabisch-sunnitischen Gruppen, Regierungen und religiösen Tendenzen. Und zweitens steht der IS vor der schwer zu bewältigenden Aufgabe, nicht nur ein riesiges Territorium kontrollieren zu müssen, sondern auch einen lebensfähigen – und gerechteren – ‚islamischen Staat‘ zu errichten.“ (jw)

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