IMI-Aktuell 2014/512

„Pufferzone“ bedeutet türkische Besatzung

von: 30. September 2014

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Das kurdische Informationszentrum Civaka Azad, warnt davor, dass die als Rettung für die kurdische Bevölkerung in Nordsyrien propagierte „Pufferzone“ der Türkei, nicht das Morden stoppen würde, sondern im Gegenteil damit eine türkische Besatzung etabliert würde und die Situation für die Bevölkerung noch schwieriger werden könnte. Die EU und die Bundesregierung könnten der bedrohten Bevölkerung besser helfen, wenn sie „dafür sorgen, dass der NATO-Partnerstaat Türkei von der Idee einer ‚Pufferzone‘, die lediglich zu einer weiteren Destabilisierung der Region führen würde, Abstand nimmt. Denn angesichts der bisherigen Unterstützung der Türkei für den IS, angesichts des brutalen Vorgehens der türkischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten an der Grenze  und angesichts der bisherigen feindlichen Politik Ankaras gegenüber Rojava, die in einer Hungerblockade gegen die Selbstverwaltungsregion gipfelt, würde eine solche ‚Schutzzone‘ von denjenigen, zu deren Schutz sie angeblich dient, zurecht als Kriegserklärung und Besatzungsversuch aufgefasst.“ (ch)

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