IMI-Aktuell 2014/421

Gauck: EKD-Schützenhilfe

von: 4. August 2014

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Besonders beeindruckt scheint Bundespräsident Joachim Gauck von dem scharfen Kritik-Brief gewesen zu sein, der von 67 ostdeutschen Theologen unterschrieben worden war. Nun antwortete Gauck, indem er David Gill, den Chef des Bundespräsidialamtes, zurückschreiben ließ. Er habe Verständnis, wenn manche Menschen in der Abkehr vom Pazifismus ein Problem sähen, unter Verweis aber auf den Zweiten Weltkrieg und Ruanda dürfe der Waffeneinsatz nicht ausgeschlossen werden, so der Tenor. Besonders ärgerlich ist in dieser Situation, dass – und vor allem wie – sich nun auch die „Evangelische Kirche Deutschland“ (EKD) positioniert hat. “Angesichts schwerster andauernder Menschenrechtsverletzungen, angesichts von Genoziden ist `Wegschauen` keine Option. Wir tragen Verantwortung”, schreiben der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Renke Brahms, und der Bischof der evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr.

Entscheidend: Militärische Mittel werden dabei als eines von verschiedenen legitimen und wichtigen Mittel zur Konfliktbeilegung bezeichnet: “Militärische Maßnahmen müssen daher in ein umfassendes friedens- und sicherheitspolitisches Konzept eingebettet sein”. (jw)

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