IMI-Aktuell 2014/341

Rüstungssektor: Unbedeutend

von: 25. Juni 2014

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Rüstungsexporte und höhere Militärausgaben werden gerne mit dem Verweis auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Rüstungsindustrie begründet, obwohl Kritiker nachgewiesen haben, dass diese vergleichsweise gering ist. Nun wird dieser Umstand auch in einer neuen Publikation der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ eingeräumt: „Volkswirtschaftlich betrachtet hat die Rüstungsindustrie nur geringes Gewicht. [I]n der klassischen Rüstungsindustrie (Waffensysteme, Waffen und Munition) [existieren] sogar weniger als 20 000 direkt Beschäftigte. Dem stehen etwa in der Automobilindustrie 740 000 Beschäftigte gegenüber […] Der Anteil der Verteidigungs- und Sicherheitsbranche am Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt, großzügig berechnet, bei 1 Prozent (22 Mrd. 2011). Die Automobilbranche kommt auf 7 Prozent. Die klassische Rüstungsindustrie wird vollständig staatlich finanziert oder subventioniert. Rund 90 Prozent der 10 Milliarden Euro, die im Haushalt des Verteidigungsministeriums für Investitionen eingestellt sind, gehen an deutsche Unternehmen.“ (jw)

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