IMI-Aktuell 2014/268

US-Energiekonzerne: Krisengewinnler

von: 8. Mai 2014

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Auf den Nachdenkseiten (07.05.2014 via Bpb-Newsletter) argumentiert Jens Berger, dass die eigentlichen Gewinner der Ukraine-Krise die US-Energiekonzerne sein könnten: „Neben den Rüstungskonzernen zählt eine weitere Branche zu den Gewinnern des vom Westen angefeuerten neuen Ost-West-Konflikts. Den großen Ölkonzernen war es stets ein Dorn im Auge, dass Europa einen großen Teil seiner Energie aus Russland importiert. Gestern einigten sich die Energieminister der G7-Staaten in Rom auf einen gemeinsamen Maßnahmenplan, um die Abhängigkeit von russischem Erdgas mittel- bis langfristig zu reduzieren. Obgleich ein solches Vorhaben vollkommen unrealistisch ist, scharren vor allem in den USA bereits die großen Ölkonzerne mit den Hufen, die liebend gerne ihr Fracking-Gas in den EU verkaufen würden. Den Preis dafür werden die Energieverbraucher in Europa zahlen.“ In diesem Zusammenhang gewinnen auch die Verhandlungen um die „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ eine zusätzliche Bedeutung, da es eine Vorbedingung wäre, damit die US-Konzerne ihr Fracking-Gas an EU-Staaten verkaufen könnten, wie etwa Asia Times Online (17.04.2014) ausführt: „The Obama administration is predictably obsessed with the EU’s increasing dependency on Russian gas. Thus its grandiose plan to position US shale gas for the EU as an alternative to Gazprom. […] Just to start with, the US cannot export shale gas to countries with which it has not signed a free trade agreement. That’s a „problem“ which might be solved to a great extent by the secretly negotiated Trans-Atlantic Partnership between Washington and Brussels.” (jw)

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