IMI-Aktuell 2014/220

Weltrüstungsausgaben steigen

von: 14. April 2014

Drucken

Hier finden sich ähnliche Artikel

Laut einer aktuellen von SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) veröffentlichen Studie sind die weltweiten Militärausgaben im Jahr 2013 um 1,8% gestiegen, wenn die Daten der USA aus der Statistik heraus gelassen werden.

Werden die Daten der USA miteinbezogen, sinkt der globale Gesamtwert um 1,9%, da der us-amerikanische Rüstungshaushalt seit 2012 um 7,8% gekürzt wurde. Die Reduzierung ist aber vor allem auf die sinkenden Kosten für die Einsätze in Afghanistan und im Irak zurückzuführen. Die USA sind für 37% der weltweiten Militärausgaben von 1,75 Billionen US-Dollar verantwortlich. Auch die – moderaten – Sparprogramme in Europa tragen zu dem gesunkenen Gesamtwert bei. Deutschland verhält sich hier gegen den Trend: Es steht mit 35 Milliarden Euro an siebter Stelle auf der Rangliste (zwei höher als das Jahr zuvor) und hat seinen Etat gegenüber dem Vorjahr laut SIPRI um 2% erhöht.

China, Russland und Saudi-Arabien haben ihre Militärausgaben über die letzten zehn Jahre hinweg mehr als verdoppelt. Laut SIPRI geben China (136 Milliarden), Russland (63 Milliarden) und Saudi-Arabien (48 Milliarden) nach den USA am meisten für militärische Zwecke aus. Saudi-Arabien gibt am meisten für militärische Zwecke im Nahen Osten aus, wobei zu bemerken ist, dass die Daten aus Iran, Qatar, Syrien und den VAE für das Jahr 2013 in der Statistik fehlen, wodurch die Militärhaushalte im Nahen Osten nur schwer einzuschätzen sind. (ja)

Ähnliche Artikel