IMI-Aktuell 2014/179

Rückkehr der Geopolitik

von: 19. März 2014

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Theo Sommer, Ex-Chefredakteur und Herausgeber der Zeit, argumentiert, die deutschen Eliten hätten nicht begriffen, dass Geopolitik und das Ringen um Einflusssphären nie von der politischen Bildfläche verschwunden seien: „Machen wir uns nichts vor: Die Nato hat ihre Ostgrenzen auch nicht aus bloßer Menschenfreundlichkeit oder Demokratie-Begeisterung weit nach Osten vorgeschoben, sondern aus handfestem geopolitischem Interesse – und dies trotz der gegenteiligen Zusage, die der amerikanische Außenminister James Baker dem sowjetischen Präsidenten Gorbatschow im Februar 1990 gab. […] Das Streben nach Einflusssphären ist sehr wohl ein Merkmal auch unserer Gegenwart. Die Geopolitik, um den nach Hitlers Expansionskrieg zeitweise verpönten Haushoferschen Begriff zu verwenden, ist in Wahrheit nie aus der Mode gekommen. Sie prägt wie eh und je das außenpolitische Handeln der Mächte.“ (Zeit Online, 18.03.2014, via Bpb-Newsletter)

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