IMI-Aktuell 2014/077

Djibouti: US-Drohnenangriffe unerlässlich

von: 10. Februar 2014

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In einem Artikel der BBC beschreibt die Regierung Djiboutis US-Drohnenangriffe gegen die Al Shabaab als„unerlässlich“ und kündigt an, dass diese auch weiterhin von Djibouti aus erfolgen werden. Djibouti wird in dem Artikel als Garnisonsstadt der Region bezeichnet, da sich in dem kleinen Land am Horn von Afrika zur Zeit die Militärpräsenz verschiedener westlicher Länder ausweitet: Frankreich, die ehemalige Kolonialmacht, hat dort mehr als 2000 Soldat_Innen stationiert und die USA mehr als 4000. Auch Deutschland, Japan und Italien sind militärisch in Djibouti vertreten, um von dort aus u.a. ihre Anti-Piraterie-Einsätze auszuführen.

In Djibouti ist auch die erst letztes Jahr vom Pentagon errichtete East Africa Response Force (EARF) ist stationiert, welche laut des Brigadier-General Wayne Grigsby das Ziel hat, „die USA und ihre Interessen im Ausland zu schützen“. Eine Diskussion über Drohneneinsätze sieht der Außenminister Djiboutis, Mahmoud Ali Youssef, als Zeitverschwendung an, obwohl die Drohnenangriffen immer wieder zum Tod von Zivilist_Innen führen. Schließlich soll nach Ansicht des Ministers alles Notwendige gegen die Al Shabaab und Al Qaida unternommen werden. Die US-Regierung plant dieses Jahr $29 Mio für den Ausbau und eine verbesserte Ausstattung ihrer Militärbasis „Le Monnier“ in Djibouti auszugeben. Zu Djibouti siehe auch IMI-Analyse 2013/06.(ja)

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