IMI-Aktuell 2014/064

Gauck: Wirres Gerede

von: 4. Februar 2014

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Einer der ganz wenigen kritischen Kommentare zur katastrophalen Rede von Bundespräsident Joachim Gauck bei der Münchner Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende stammt von Martin Reeh in der taz (02.02.2014 via bpb-9-11-newsletter): „Gaucks Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz war ein Ärgernis. Ihr mangelte es an Präzision. Stattdessen bot sie nur Selbstgefälligkeit. […] In Gaucks Rede mangelt es an Präzision. Mal spricht er vom ‚Konzept der Schutzverantwortung‘, das militärische Einsätze bei Völkermord und Kriegsverbrechen gebietet. Dann von der Richtigkeit des Afghanistankriegs, obwohl dieser mit einem Einsatz gegen Völkermord nichts zu tun hatte. Und zu Beginn davon, dass sich ‚im außenpolitischen Vokabular der Republik Freihandel auf Frieden und Warenaustausch auf Wohlstand‘ reime. Deutschlands wichtigstes Interesse sei es, eine Weltordnung, die Interessen mit Werten verbinde‘ „zukunftsfähig zu machen‘. Interessenpolitik und das „Konzept der Schutzverantwortung“ sind jedoch zwei verschiedene Dinge. […] Wer Kriege für notwendig hält, muss zumindest ihre Gründe, Ziele, Einsatz- und Exit-Optionen genau definieren. Sonntagsreden und Selbstgefälligkeit sind die besten Voraussetzungen, um in Auseinandersetzungen zu schlafwandeln.“ (jw)

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