IMI-Aktuell 2013/521

Goldener Panzer für Uni Kassel

von: 7. Dezember 2013

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Bei einer Senatssitzung am 4. Dezember 2013 sprach sich eine Mehrheit dagegen aus, eine wirksame Zivilklausel an der Uni Kassel einzuführen. Kreativ versuchte die Uni dabei, sich trotzdem moralisch in einem guten Licht abzubilden, wie eine Erklärung des AK Zivilklausel kritisiert: Zwar hat der Senat in sei­ner Sit­zung be­schlos­sen, dass Mi­li­tär­for­schung an der Uni­ver­si­tät ei­gent­lich nichts zu su­chen habe. Dies ist aber nur eine „soll“-​Be­stim­mung. […] Die Stu­die­ren­den be­zeich­nen diese aber als „Pa­pier­ti­ger“ – nicht ohne Grund: in der Ver­gan­gen­heit wur­den Fälle be­kannt, bei denen an Uni­ver­si­tä­ten mit ähn­lich schwam­mig for­mu­lier­ten Klau­seln den­noch Mi­li­tär­for­schung statt­fand – etwa an den Uni­ver­si­tä­ten Tü­bin­gen und Kon­stanz. Auch an der Uni­ver­si­tät Kas­sel ist Kriegs­for­schung wei­ter pro­blem­los mög­lich.“ Nachdem dem AK Zivilklausel zudem sogar ein Rederecht bei der betreffenden Senatssitzung verweigert wurde, beschloss er folgende Aktion: „Als erste Re­ak­ti­on auf die ab­ge­lehn­te Zi­vil­klau­sel ver­lie­hen Mit­glie­der des Ar­beits­kreis Zi­vil­klau­sel dem Prä­si­di­um sowie den Se­na­to­rin­nen und Se­na­to­ren, die gegen die Klau­sel stimm­ten, al­ler­dings noch in der Sit­zung den Sa­ti­re-​Preis ‚Gol­de­ner Pan­zer 2013′. Uni-​Prä­si­dent Prof. Rolf-​Die­t­er Post­lep nahm mit Hand­schlag eine Fla­sche „Pan­zer Sekt“ vom Ar­beits­kreis ent­ge­gen „Die deut­sche Rüs­tungs­in­dus­trie dankt für Ihre Un­ter­stüt­zung! Auf Krieg und Tod! Wohl be­komms!“, war auf der Fla­sche zu lesen.“ (jw)

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