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US-Drohnen: Kriegsverbrechen!

von: 23. Oktober 2013

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Amnesty International (AI) und Human Rights Watch (HRW) veröffentlichten am selben Tag jeweils eine neue Studie zum Drohnen-Krieg der USA in Pakistan bzw. in Jemen.

Nach der Pressemitteilung von AI würden neue Beweise auf rechtswidrige Tötungen in Pakistan durch US-Drohnen-Angriffe hindeuten. Davon könnten manche zu Kriegsverbrechen gezählt werden. Der Bericht „Will I be next? US drone strikes in Pakistan“ (22.10.2013) sei einer der bislang umfassendsten Untersuchungen zum US-Drohnen-Programm aus menschenrechtlicher Sicht, der die gegenwärtigen Tötungen in den pakistanischen Stammesgebieten und die beinahe vollständige Abwesenheit von Transparenz hinsichtlich des US-Drohnen-Programms dokumentiere, wie AI in ihrer Mitteilung den wesentlichsten Inhalt des Berichts beschreibt.

Die Studie von HRW trägt den Titel „Between A Drone and Al-Qaeda. The Civilian Cost of US Targeted Killings in Yemen“ (22.10.2013). Der 97-seitige Bericht untersucht sechs gezielte Tötungen der USA in Jemen, wovon eine 2009 und der Rest 2012 und 2013 stattfanden. Zwei Angriffe hätten, so stellt HRW ihre Untersuchung vor, willkürlich Zivilisten in einer klaren Verletzung des Kriegsrechts getötet. Die anderen Angriffe könnten Menschen zum Ziel gehabt haben, die keine legitimen militärischen Ziele waren oder die unverhältnismäßig Ziviltote verursacht haben. (mh)

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