IMI-Aktuell 2013/417

Afghanistan: Null-Lösung? (2)

von: 8. Oktober 2013

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Spiegel Online berichtet heute über eine scharfe Kritik des afghanischen Staatschefs Hamid Karzai am westlichen NATO-Militäreinsatz. Er habe „viel Leid gebracht, den Verlust zahlreicher Leben und keine Vorteile, denn das Land ist nicht sicher“. Unter Verweis auf die zähen Verhandlungen zwischen den USA und Afghanistan um ein Stationierungsabkommen, dass den Verbleib für die Zeit ab 2015 regeln würde, gab Karzai weiter an, es sei keineswegs in Stein gemeißelt, dass sich dann überhaupt noch westliche Soldaten im Land aufhalten würden. „Wenn diese Vereinbarung Afghanistan nicht Frieden und Sicherheit bringt, dann wollen die Afghanen sie nicht“, sagte er. Könne keine zufriedenstellende Einigung mit Washington erzielt werden, „dann werden wir natürlich getrennte Wege gehen“. In diesem Zusammenhang meldete die New York Times (04.10.2013), in den USA werde nun wieder ernsthaft über die „Null-Option“, also den vollständigen Abzug aller Truppen, nachgedacht. (jw)

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