IMI-Aktuell 2013/350

Syrien: Krieg um jeden Preis

von: 28. August 2013

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Im Deutschlandradio wendeten sich sowohl der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär Walther Stützle als auch Ruprecht Polenz, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, scharf gegen eine Militärintervention in Syrien. Die Gegenposition nimmt Klaus Remme, vom Deutschlandradio Hauptstadtstudio ein, für den es eine Grundsatzfrage zu sein scheint: Wer Krieg androht, muss auch Krieg führen – koste was es wolle: „Zwar hat Ruprecht Polenz recht, wenn er sagt: Es gibt Situationen, in denen es unmöglich ist, so zu intervenieren, dass es besser wird. Doch darum geht es in Syrien jetzt nicht mehr. Ab jetzt geht es um sehr viel mehr als nur um Syrien. Die Kriegsmüdigkeit der USA, die oftmals unterschiedlichen Auffassungen der Europäer, die häufig emotionsgesteuerte Berichterstattung der westlichen Medien, das alles führt der Einsatz chemischer Waffen in Syrien wie ein Brennglas zusammen. Tabus können nur einmal gebrochen werden, ohne Strafe setzt danach Gewöhnung ein. Das darf nicht geschehen. Um keinen Preis.“ (jw)

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