IMI-Aktuell 2013/244

Drohnen: Aus 124 von 871 werden 137

von: 4. Juli 2013

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Jüngst musste das Bundesverteidigungsministerium aufgrund einer parlamentarischen Anfrage zugeben, dass von ihren 871 betriebenen Drohnen in der Zwischenzeit 124 durch Flugunfälle verloren gingen (IMI-Aktuell 2013/218). Diese doch recht hohe Zahl nährte den Verdacht, die Öffentlichkeit könnte über Jahre hinweg über das Ausmaß von Drohnen-Verlusten getäuscht worden sein. Denn die bislang vom Ministerium veröffentlichten Angaben hierzu waren weitaus niedriger ausgefallen. Das in der FAZ (29.06.2013) recht ironisch kommentierte Ergebnis der vom Ministerium daraufhin angekündigten Transparenzinitiative stiftete noch mehr Skepsis: Die Bundeswehr meldete nun insgesamt 137 Verluste, 13 mehr als ursprünglich angegeben wurden. Davon seien 52 Drohnen „richtig“ abgestürzt, 50 seien durch Unfälle zerstört worden, und 35 würden vermisst werden. Von den vermissten Drohnen könne – und jetzt aufgepasst – in wenigen Fällen eine Entwendung im Einsatzgebiet durch Dritte nicht ausgeschlossen werden. Also klauen lassen sie sich die Dinger auch noch. Wir können gespannt sein, was in dieser Sache noch als nächstes alles ans Licht kommt. (mh)

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