IMI-Aktuell 2013/243

Afghanistan: Wenig erfolgreich

von: 3. Juli 2013

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Der Reader Sicherheitspolitik (7/2013) der Bundeswehr beschäftigt sich mit den Ergebnissen der Sicherheitssektorreform – dem Aufbau der afghanischen Armee (ANA) und Polizei (ANP). Diese sei, alles in allem, „wenig erfolgreich“ verlaufen, die für erforderlich erachteten Kerngrößen seien auf Dauer nicht haltbar: „Die Zahl von 352.000 Angehörigen in Armee und Polizei gilt aufgrund der enormen Kosten als nicht dauerhaft tragbar. Langfristig wird sich Größe und Qualität der ANSF, neben der Sicherheitslage, an der Leistungsfähigkeit der afghanischen Wirtschaft und damit an den finanziellen Möglichkeiten der Regierung in Kabul orientieren müssen. Die Überlegungen, mit 220.000 bis 230.000 Sicherheitskräften in ANA und ANP für die Zeit nach Abschluss des Übergabeprozesses zu kalkulieren, erscheinen eher willkürlich.“ Aufgrund dessen sei es erforderlich, dass die „internationale Staatengemeinschaft mittelfristig durch eine ISAF-Folgemission weiterhin präsent ist und langfristig zur Finanzierung des afghanischen Staates und seiner Sicherheitskräfte beiträgt.“ (jw)

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