Dokumentation - Radio Zusa, Lüneburg, 23.06.2013

Die Aufstellung von Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräften der Bundeswehr

von: Radio Zusa/ Martin Kirsch | Veröffentlicht am: 25. Juni 2013

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Seit einigen Jahren befindet sich die Bundeswehr auf diversen Ebenen in einem gravierenden Wandlungsprozess. Der Umbau zur Berufsarmee, Auslandseinsätze als kämpfende Truppe und Sicherung von Handelswegen sind einige der offensichtlichsten Effekte einer neuen Militärdoktrin. Die Armee soll fit gemacht werden für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
Zu diesen Herausforderungen zählt für die Militärstrateg_innen zunehmend der Einsatz im Inneren, denn auch hier können soziale Unruhen und Katastrophenfälle die staatliche „Sicherheit und Ordnung“ bedrohen.
Um schon mal Strukturen zu schaffen die schnell und effizient reagieren können werden zur Zeit Bundesweit sogenannte „Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte“ (RSUKr) aufgestellt. Militärische Einheiten, bestehend aus Reservist_innen und ehemaligen Soldat_innen, die bei Bedarf zum Schutz kritischer Infrastruktur wie Kasernen oder Verkehrswege eingesetzt werden können. Aber auch zum Deichschutz bei Hochwasser oder anderen Katastrophenfällen sollen diese RSU-Einheiten zum Einsatz kommen um das Bild vom Militär als Helfer und Retter in der Bevölkerung zu verankern.
Um diese RSU-Einheiten dreht sich die Studie „Der neue Heimatschutz der Bundeswehr“, die bei der Informationsstelle Militarisierung (IMI) erschienen ist. Wir sprachen mit Martin Kirsch, dem Verfasser der Studie über die Aufstellung der RSU-Einheiten und die schleichende militarisierung der Zivilgesellschaft.
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