IMI-Aktuell 2013/210

Global Hawk: Kolonialersatz

von: 20. Juni 2013

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EADS-Chef Tom Enders gab der Welt (19.06.2013) ein interessantes Interview, in dem er sich beklagt, dass die wirklich relevanten Aspekte der Drohnenbeschaffung kein Thema der aktuellen Debatte seien. Namentlich kommt er dabei darauf zu sprechen, dass mit dem Global Hawk eine wichtige Lücke in der Fernaufklärung geschlossen werden könne, die aufgrund der fehlenden Militärbasen als Überreste aus der Kolonialzeit entstanden sei: „Vor 13 Jahren wurde in Deutschland entschieden, den Fernaufklärer Breguet Atlantic durch ein neues System zu ersetzen. Man hat alle Möglichkeiten geprüft und sich dann für den Global Hawk entschieden. Das hatte eine gewisse Logik. Deutschland hat ja keine vorgeschobenen Militärbasen wie die USA oder die alten Kolonialmächte Frankreich oder Großbritannien. Unter den neuen, globalen Einsatzszenarien hätten die Flieger von Deutschland aus starten, landen und weltweit operieren können. Doch darüber redet heute keiner mehr.“ (jw)

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