IMI-Mitteilung

Friedensgutachten in Bezug auf Drohnen eindeutig, IMI unterstützt Forderungen

Pressemitteilung vom 04.06.2013

von: 4. Juni 2013

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Als Unterstützergruppe der Kampagne „gegen die Etablierung von Drohnentechnologie für Krieg, Überwachung und Unterdrückung“ (drohnen-kampagne.de) zeigt sich die Informationsstelle Militarisierung (IMI), Trägerin des Aachener Friedenspreises von 2011, erfreut über die deutlichen Worte des diesjährigen Friedensgutachtens zum Thema Drohnen.

„Das Friedensgutachten greift mit großer Eindeutigkeit die Argumente von den Drohnenbefürwortenden wie Minister de Maizière auf und widerlegt sie mit Genauigkeit und Schärfe“, so Thomas Mickan von der IMI.

Die IMI unterstützt die Forderungen des Friedensgutachtens, in dem es heißt: „Wir halten es für dringend geboten, der Entwicklung derartiger Waffensysteme einen Riegel vorzuschieben, bevor sie eine fatale Eigendynamik entfaltet.“ Insbesondere begrüßt die IMI die Feststellung, dass der technologische Wandel nicht „naturwüchsig und unaufhaltsam“ sei. Hier gilt es die wissenschaftlichen Forderungen nach Ächtung durch politischen Druck – auch auf der Straße – zu unterstützen.

„Die Verwicklungen Deutschlands mit der US-amerikanischen Drohnenkriegsführung in Afrika über das AFRICOM in Stuttgart und die Ramstein Air Base nahe Kaiserslautern muss in die Debatte mit einbezogen werden. Wer sich schon vor der möglichen Anschaffung solcher Waffensysteme durch die Bundeswehr dem Verdacht der Beihilfe zu Mord oder Totschlag aussetzt, kann nicht mit einer vermeintlichen moralischen Überlegenheit argumentieren, dass sich Deutschland diese Art der Kriegführung nicht zu eigen machen würde“, so Mickan weiter.

Die IMI stellt die klare Forderung, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg und auch keine Drohnenkriege ausgehen dürfen – egal, ob diese von Deutschland oder von den USA ausgeführt werden.

Kontakt:
Thomas Mickan, Informationsstelle Militarisierung
Tel: 07071/49154, imi@imi-online.de

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