IMI-Aktuell 2013/162

Chiquita & Paramilitärs

von: 27. Mai 2013

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Das US-amerikanische Forschungszentrum Nationales Sicherheitsarchiv (NSA) setzt sich laut Amerika21 (24.05.2013) dafür ein, dass „die möglicherweise größte je zusammengetragene Informationsmenge über die Verbindungen eines multinationalen Unternehmens mit terroristischen Gruppen“ an die Öffentlichkeit gelangt. Hierbei handelt es sich um die Zusammenarbeit des Fruchtunternehmens Chiquita mit kolumbianischen Paramilitärs in der Bananenregion Urabá, denen Chiquita zwischen 1997 und 2004 über 1,7 Millionen US-Dollar hat zukommen lassen – es war die Rede von der Vereinbarung einer Abgabe von 3 Cent pro Bananenkiste an die von den USA als terroristische Gruppe eingestuften Milizen. Das multinationale Unternehmen wurde hierfür im Jahr 2007 von der US-Justiz zu 25 Millionen Dollar Geldstrafe verurteilt und zur Einführung eines Ethikprogramms verpflichtet. 2011 erreichte das NSA bereits eine Veröffentlichung von 5.500 Dokumenten, Chiquita will nun juristisch gegen weitere Veröffentlichungen vorgehen.

Auch in Honduras ist der Name Chiquita mit Repressions- und Ausbeutungsstrukturen verbunden. Die Folgen des dortigen Militärputsches (2009) wurden in IMI-Analyse 2013/001 aufgezeigt. (mp)

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