IMI-Aktuell 2013/089

Robotik: Rüstungsprimus

von: 16. April 2013

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Der Behördenspiegel berichtet über eine Veranstaltung namens „Krieg der Roboter. Wie bewaffnete Drohnen die Zukunft der Kriegsführung verändern!“ Finanziert von der rheinland-pfälzischen Landeszentrale für politische Bildung referierte der „Friedensforscher“ Niklas Schörnig von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, der laut Behördenspiegel Chancen für die deutsche Rüstungsindustrie wittert: „Dabei wurde deutlich, dass aufgrund eines bereits eingesetzten weltweiten Rüstungswettlaufs sich hier enorme Chancen für die wehrtechnische Industrie auftun.“

Auf der Veranstaltung wurde zudem nicht nur auf die aktuell kräftigen Umsätze der Branche hingewiesen, sondern auch auf die „prächtigen“ Aussichten: „Nach einer Studie der britischen TEAL Consulting Ltd. aus 2012 würden auf dem Markt für automatisierte Rüstungsgüter global ca. 90 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Entgegen dem allgemeinen Trend gekürzter Verteidigungsetats verspräche diese Marktsegment Wachstumsraten von über vier Prozent.“

Bleibt die Frag, weshalb die rheinland-pfälzische Landeszentrale für politische Bildung eine Lobbyveranstaltung für die Rüstungsindustrie finanziert und weshalb sich ein „Friedensforscher“ in dieser Form dem Thema annimmt. (jw)

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